27.09.2011
Im Rahmen einer Geschäftsreise zu unserem Vertriebspartner in Österreich, der Firma Schnetz Jagd & Sport, hatte ich die Gelegenheit die Jagdeinladung eines guten Freundes und KJG Kunden nunmehr einzulösen. Hans bejagt ein Revier in den Voralpen ca. 1 Stunde von Wien entfernt. Dabei handelt es sich um ein landschaftlich sehr reizvolles Bergrevier mit steilen bewaldeten Berghängen und schmalen Natur belassenen Gebirgswiesen in den engen Tälern. Bei Ankunft unternahm ich mit seinem Mitpächter Thomas eine Rundfahrt durch Revier zur Bestückung der Kirrungen. Dabei gelangten uns schon 4 Gams in Anblick was für dieses Revier nach Aussagen von Thomas als außerordentlich selten anzusehen wäre. Die Gams wären erst vor einigen Jahren in dieses Revier eingezogen und nur vereinzelt und sporadisch anzutreffen. Nach Auswertungen der Speicherkarten von diversen Wildkameras konnte reichlich Rotwild bestätigt werden. Hans suchte mir auf dieser Grundlage eine vielversprechende Kanzel aus und setze mich gegen 19 Uhr dort ab. Die Kanzel stand an einer schmalen Waldwiese ca. 80 m gegenüber einer Waldkante. Mit Einzug der Dämmerung zog Rehwild auf die Lichtung, gefolgt von einem Fuchs. Nach kurzer telefonischer Rücksprache gab mir Hans grünes Licht für den Fuchs und 1 Minute später lag dieser mit sauberem Blattschuss nach kurzer Todesflucht ca. 10 m neben dem Anschuss. Mit zunehmender Dämmerung traten weiteres Rehwild sowie zwei Dachse auf die Lichtung wobei einer dieser Dachse mit einer stattlichen Größe sicher über 20 kg auf die Waage brachte. Da aber die Dämmerung schon fortgeschritten war und ich mich jetzt auf Rotwild konzentrieren wollte, ließ ich die Dachse Ihrer Wege gehen. Leider konnte ich bis zum Einbruch der Nacht kein Rotwild bestätigen. Am anderen Morgen pirschte Hans mit mir durchs Bergrevier, was mich konditionell stark forderte! Außer einem herrlichen warmen Herbsttag mit strahlendem Sonnschein und phantastischen Ausblicken über die Bergwelt ließ sich leider kein Wild auf der Bühne blicken. Hans hatte mir geraten den starken Dachs zu erlegen falls er wieder auftauchen sollte. Der Abendansitz war kaum eingenommen als Rehwild die Lichtung betrat und kurze Zeit später in ca. 200 m am Ende der Waldwiese auch der kapitale Dachs seine Fährte zog, als wie aus dem Nichts Nebel aufzog. Nach ca. 20 min war die Sicht auf 10 m gesunken und an eine Erlegung war nicht mehr zu denken. Gegen 4 Uhr baumte ich schließlich ab und kehrte frustriert in die Jagdhütte zurück da ich am Morgen schon früh die Rückreise antreten wollte. Gegen 7 Uhr fragt Hans ob ich nicht noch ein wenig Zeit entbehren könnte um noch einmal eine kurze Fahrt ins Revier zu unternehmen. Ich stimmte natürlich zu und schulterte meine neue Mauser M03 Extrem im Kaliber 7mm RemMag. Nach kurzer Fahrt verließen wir die Nebelbank im Tal und wie aus dem Nichts tauchte eine im goldenen Licht der aufgehenden Sonne strahlende Bergwelt mit azur blauem Himmel auf. Als wir um eine enge Biegung fuhren, erblickte ich ca. 120 m entfernt auf dem Weg an einen steilen Abhang eine Gams die ins Tal äugte. Hans hielt sofort an und gab mir die Hinweis „aussteigen und schießen – die Gams passt!“ Ich sprang aus dem Auto lief einige Metzer an den Wegrand und strich am Stamm einer Kiefer an. Hans rief mir zu, dass die Gams bei einer noch so kurzen Todesflucht nach vorn über 100 m in den Abgrund stürzen würde und ich sollte einen Trägerschuss anbringen falls ich mir das zutrauen würde. Nun die Kombination aus Mauser M03, Swarovski Z6i 2,5-15x56 HD und Sax 7mm RemMag KJG-SR sollten das wohl ohne Probleme erlauben. Aber was ist mit meinen Nerven als Schütze? Schließlich wäre das meine erste Gams! Nach kurzer Überlegung atmete ich tief durch, konzentrierte ich mich völlig auf den Schuss und ließ das KJG-SR fliegen. Die Gams fiel im Knall wie vom Blitz getroffen. Kurze Zeit später waren wir am Stück und ich stellte erleichtert fest, dass das Geschoss die Wirbelsäule sauber am Trägeransatz durchtrennt hatte. Hans der ebenso erleichtert war gratulierte mir zum guten Treffer sowie zu meiner ersten Gams und überreichte mir den Erlegerbruch. Der Gamsbock war ca. 5-6 Jahre und die Decke war schon schwarz verfärbt. Nach den obligatorischen Fotos bei bestem Wetter mit Panoramamotiv im Hintergrund fuhren wir noch zum Präparator, dann trat ich meine Rückreise nach Deutschland an. Leider mussten wir das “tot trinken“ der Gams verschieben aber wie heißt es so schön, „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Vielen Dank noch einmal an Hans für die Einladung und das schöne Jagderlebnis. Ich komme gern zu Sax Kunden zum „Hausbesuch“!!
Die Erlegung erfolgte mit Sax Werksmunition im Kaliber 7 mm RemMag KJG-SR
Stollberg, den 27.09.2011 Sax Team Waidmannsheil Tobias Büttner
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Anschuss mit Gebirgspanorama |
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Einschuss mit ausgespültem Knochenfragmenten |