28.05.2012 - Schmalreh
Sehr geehrtes Sax Team,
gestern Morgen konnte ich das erste Stück mit der von Ihnen zur Verfügung gestellten Munition (handgeladene Munition lt. Aufdruck der Schachtel) erlegen.
Im Bereich des Forstrevieres Elterlein saß ich zum Morgenansitz an. Gegen 5.30 Uhr kam ein Schmalreh im Anblick. Auf ca. 30m konnte ich einen Blattschuß antragen. Das Stück hat deutlich und typisch gezeichnet und sprang für mich nicht mehr sichtbar, aber deutlich hörbar ab. Am Anschuss war Lungenschweiß zu erkennen und auch die Stelle an der das Restgeschoß in den Boden eingedrungen ist, war sichtbar. Der Schweißfährte konnte man gut folgen. Nach ca. 30m gelangte ich an das verendete Stück. Der Ausschuss war ca. 3-4cm groß. Das Herz war völlig zerstört und auch an der Lunge konnte man erkennen, dass Geschosssplitter eingedrungen waren. Über die Wildbrettentwertung kann ich nur so viel sagen, dass im Wildkörper nichts zu erkennen war.
Viele Grüße
Heiko K.
Staatsbetrieb Sachsenforst
Kommentar Sax: Waidmannsheil zum ersten Abschuss mit Sax Geschossen. Bei diesem Abschuss wurde Werksmunition der Firma Schnetz im Kaliber .243 Win KJG-S verladen mit originalen Sax KJG Geschossen. Die Munition wurde aus einer Remington Mohawk 600 verschossen. Zum Thema Fluchtstrecke sei noch bemerkt, dass bei so kurzen Distanzen (30 m) das Wild den Ursprung des Schusses noch unmittelbar und direkt zuordnen kann und damit der Fluchtreflex ausgelöst wird. Obwohl tötlich getroffen, kommt es hin und wieder vor, dass das Stück noch eine geringe Fluchtstrecke zurück legt. Diese Wahrscheinlichkeit nimmt mit zunehmender Entfernung aber stark ab. Da hier der Treffer unmittelbar auf dem Blatt sitzt und damit Herz und weitere Organe mit Nervengewebe in der Kammer direkt betroffen, wird zusätzlich noch Adrenalin ausgeschüttet, was diese Fluchtstrecke trotz Herzschuss ermöglicht. Unsere Empfehlung zum Treffersitz geht dahin, dass wir raten Hochblatt ca. drei Finger breit hinter das Blatt anzuhalten. Dort dringt das Geschoss lediglich durch die Rippenbögen ein und durchschlägt die Lunge um anschließend wieder auf der gegenüberliegenden Seite durch die Rippen auszutreten. Der Restbolzen sowie die Splitter zerstören die Lunge großflächig und lassen das Stück innerhalb kürzester Zeit verenden. Da sich im Lungengewebe keine Nervenzellen befinden, spürt das Stück kaum Schmerz ubnd schüttet demzufolge auch kaum Adrenalin aus. Ist die Schussdistanz so groß, dass das Wild die Gefahr nicht lokalisieren kann, bleibt es stehen ohne zu flüchten und verendet innerhalb von sekunden am Anschuss. Stollberg, den 31.05.2012 Waidmannsheil
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Ausschuss .243 Win Sax KJG-S |
Einschuss .243 Win Sax KJG-S |
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